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2019-05-28

Borreliose

In Europa ist der „Gemeine Holzbock“, eine Schildzecke, die häufigste Art, die in Deutschland etwa 95 % der gesamten Zeckenpopulation ausmacht.

Zecken leben in Bodennähe bis zu einem Meter Höhe.
Ihr spezielles Sinnesorgan, das Hallersche Organ, welches am vordersten Beinpaar sitzt, erkennt ein potentielles Opfer anhand chemischer und thermischer Reize, wie beispielsweise Buttersäure und Ammoniak im menschlichen Schweiß oder Kohlendioxid im Atem.

Kniekehlen, Leistenbereich oder die Region unter den Armen, sind zum Festbeißen besonders beliebt.

Als Vektor können Zecken auslösen:
-  Lyme-Borreliose
-  Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME)

In diesem Beitrag steht die Lyme-Borreliose im Vordergrund:

Die Spirochäten Borrelia burgdorferi bildet ein Neurotoxin.
Dieses lipophile Toxin ist an Fettmoleküle gekoppelt und durchwandert die Körpergewebe.
Es wird über die Gallenflüssigkeit in den Dünndarm ausgeschieden und im enterohepatischen Kreislauf rückresorbiert.

Als Neurotoxin schädigt es auch die Nervenzellen der Netzhaut, des Sehnerven und des Gehirns.

In der Zecke leben die Borrelien im Mitteldarm und treten erst während des Blutsaugens in die Stechwerkzeuge über.
Die Übertragung dauert 24 Stunden, so dass in dieser Zeit auch eine infizierte Zecke keine Erkrankung übertragen kann, sofern sie rechtzeitig und ohne gereizt zu werden, entfernt wird.

Bitte keine Pinzette verwenden: Sie injizieren damit den Darminhalt der Zecke!

Die Übertragung von Borrelien durch Stechmücken wird diskutiert, eine Übertragung durch Bremsen ist bekannt.

Die multisystemische Erkrankung, eine Zoonose, ist gekennzeichnet durch einen Symptomenkomplex mitwandernder Hautröte, gefolgt von Nerven- und/oder Herzerkrankungen und Gelenkentzündung.

Es werden drei Stadien unterschieden, wobei diese aber nicht alle durchlaufen werden müssen.
Ebenso kann die Erkrankung in jedem Stadium erstmals auftreten.

Frühstadium:
Grippale Symptome mit allgemeinem Krankheitsgefühl, Kopfschmerzen, Fieber, Nackensteifheit, Muskel-/Gelenkschmerzen, evtl. Bauchschmerzen und Übelkeit.
3 bis 30 Tage nach Zeckenstich Auftreten eines roten Hofes um die Bissstelle herum, welches sich zentrifugal ausbreitet.

2. Stadium:
Wochen bis Monate nach einem Zeckenstich, in über 60 % der Fälle ohne vorausgehende Wanderröte, Auftreten neurologischer Erkrankungen, wie Hirnhautentzündung, Gesichtsschmerzen/-lähmungen sowie Herzmuskelentzündung.

3. Stadium:
Chronisch wiederkehrend verlaufende Entzündungen von Gehirn und Rückenmark mit Koordinationsstörungen von Bewegungsabläufen, Lähmung einer Körperhälfte, „Pergamenthaut“, Entzündungen mit Schwellungen und Schmerzen in den großen Gelenken, vorwiegend Knie- und Sprunggelenk.

Nach jahrelangem Bestehen kommen bei etwa der Hälfte der Patienten schmerzhafte Nervenleiden hinzu.

Das Auftreten von neurologischen Erkrankungen ist auch noch Jahre nach dem Zeckenbiss möglich.


Sofortmaßnahme nach einem Zeckenstich:
- Ledum C 30, drei Tage lang jeweils zwei Globuli oder einmalig in der C200
(hilft bei bösartigen Riss-/Biss- und Stichverletzungen aller Art, um evtl. Auswirkungen lokal einzudämmen)
- Storchschnabel (Geranium robertianum Urtinktur) zur Entgiftung der Lymphe

Wer Notakehl in Tropfenform daheim hat, träufelt gleich etwas auf die Stickstelle.

Falls der Kopf der Zecke nicht entfernt wurde, kann bei Auftreten von Beschwerden die Gabe von Silicea oder Hepar Sulfuris
in der C 30 helfen, dass der Körper den Fremdkörper ausscheidet.

Natürlich gibt es noch andere Möglichkeiten der Prophylaxe.

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Quelle: Naturheilkunde Journal

Admin - 19:44:02 @

 

 

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